Achillessehnenriss



Achillessehnenriss

Typischerweise erfolgt der Riss der Achillessehnen bei jüngeren, sportlichen aktiven Menschen, meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Bei der Behandlung dieser Verletzung kann man zwischen der konservativen (nicht operativen), sowie der operativen Methode unterscheiden. Beide Möglichkeiten sind prinzipiell gegeben, haben aber ihre speziellen Vor- und Nachteile.

Bei der konservativen Therapie ist eine Ruhigstellung in einer Schiene bzw. einem Spezialschuh indiziert, begleitet duch Physiotherapie. Die Ruhigstellung dauert meistens 6 – 8 Wochen. Vorteil ist die Vermeidung einer Operation bzw. einer Anästhesie mit ihren spezifischen, aber seltenen Risiken. Nachteil sind Kraftverlust durch die rissbedingte Verlängerung der Achillessehne und ein erhöhtes Risiko eines erneuten Risses in Höhe der alten Ruptur.

In der operativen Therapie erfolgt eine Naht mit minimal-invasiver Technik, dabei wird nur der Riss der Achillessehne mit einem kleinstmöglichen Hautschnitt dargestellt. Ein speziell entwickeltes Gerät (Achillon) wird unter die Haut eingeschoben, entlang der Sehne eingeführt und darüber hinweg die notwendigen Fäden durch die Haut selber eingebracht und an der betroffenen offenen Stelle verknotet. Die Sehnenfasern werden exakt unter Sicht aneinander genäht. Die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Risses ist deutlich gesenkt und die optimale Ausgangslage für die normale Kraftentwicklung im Muskel-Sehnen-Apparat gegeben. Die Nachbehandlung erfolgt unter Aufsicht erfahrener Physiotherapeuten, trotzdem sollte noch eine Ruhigstellung über 6 – 8 Wochen in einem Spezialschuh erfolgen.

Die Rehabilitation ist intensiv und beinhaltet Bewegungstherapie, Muskelstimulation, Massage des Gewebes und der Muskulatur, Wasser- und Gerätetherapie. Ab der zwölften Woche kann mit leichtem Joggen begonnen werden. Sportliche Wettkämpfe sind in der Regel erst nach ungefähr sechs Monaten in vollem Umfang erlaubt. In der Mehrheit der Fälle darf nach dem Heilungsabschluss ein voll funktioneller Zustand wie vor dem Riss der Achillessehne erwartet werden.

Die minimal-invasive Technik ermöglicht eine kleine, kaum sichtbare Narbe